Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Haben Sie eine Frage zur Registrierung, zum Ablauf eines Notrufs, zum Funktionsumfang der App, zu Ihren Daten oder zu den technischen Voraussetzungen? 

Hier finden Sie die häufigsten Fragen rund um nora mit den dazugehörigen Antworten.

Wenn Sie Ihre Frage hier nicht finden oder die Antwort Ihnen nicht ausreicht, wenden Sie sich bitte an den Support.

Allgemeines

Die App kann kostenfrei über den Google Play Store (für Android) oder den Apple App Store (für iOS) heruntergeladen und installiert werden.

Immer dann, wenn Sie oder andere sich in einer Notfall- oder Gefahrensituation befinden und schnell Hilfe von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst benötigen.

Bitte beachten Sie, dass das Absetzen eines Notrufs ohne Vorliegen eines Notfalls gegen die Nutzungsbedingungen der Notruf-App verstößt. Wiederholte Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen können zu einer Sperrung und im Falle nachweisbarer missbräuchlicher Nutzung auch zu strafrechtlicher Verfolgung führen.

Als missbräuchliche Nutzung gilt das absichtliche oder wissentliche Vortäuschen eines Notfalls oder einer Gefahrensituation.

Überall in Deutschland.

Selbstverständlich. Der Sprach-Notruf über 110 für die Polizei und 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst funktioniert weiterhin. 

Sollten Sie Probleme bei der Registrierung oder beim Absetzen des Notrufs über die App haben und schnell Hilfe benötigen, rufen Sie bitte - wenn Sie können - stattdessen die 110 oder die 112 an.

Wenn Sie Nutzer der TESS Relay-Dienste sind, nutzen Sie diese für Ihren Notruf.

Ja. Sie können weiterhin ein Notfall-Fax an die 110 oder die 112 senden.

Die Notruf-App ist eine zusätzliche Möglichkeit, Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auch ohne Sprach-Notruf zu erreichen. Alle bisherigen Kontaktmöglichkeiten bleiben weiterhin bestehen.

nora ist das offizielle Notruf-App-System der Bundesländer. Mit der Notruf-App erreichen Sie bundesweit die offiziellen Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Stellvertretend für alle Bundesländer organisiert die Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System, angesiedelt im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, alle Belange rund um den App-Notruf.

Die technische Konzeption und Umsetzung sowie der Anwender-Support erfolgen durch die bevuta IT GmbH mit Sitz in Köln.

Installation und Registrierung

Ob per Telefon oder über die App: Jeder abgesetzte Notruf beschäftigt die Einsatzleitstellen. Damit dort die Bearbeitung echter Notrufe nicht unnötig verzögert und beeinträchtigt wird, ist es uns wichtig, eine Nutzung der Notruf-App ohne vorliegenden Notfall so weit wie möglich zu verhindern.

Die Registrierung beinhaltet deshalb eine Rufnummern-Verifizierung. Diese ermöglicht es uns, Fälle von bewussten Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen der Notruf-App anhand der Rufnummer zu verfolgen.

Während der Registrierung erfasst die App Ihre Mobil-Nummer und Ihren Namen und überträgt diese Daten auf die Notruf-Server. Nähere Informationen zur Verarbeitung und Speicherung der Daten finden Sie in den FAQ zum Thema Datenschutz.

Ja. Sie können die Notruf-App zum Beispiel auf Ihrem Smartphone und auf einem Tablet installieren und für beides dieselbe Mobil-Nummer verwenden.

Bitte beachten Sie: Die Notruf-App ist auf gängigen Android-Tablets oder iPads lauffähig. Es gibt allerdings keine separate Tablet-Version und die App ist nicht für die Tablet-Nutzung optimiert.

Denken Sie daran, dass Sie im Moment der Registrierung Zugriff auf das Gerät brauchen, an das wir die SMS mit dem Bestätigungs-Code senden.

Über den Eintrag "Persönliche Angaben" im Menü (☰) auf der Startseite der App können Sie Ihre Mobil-Nummer ändern.

Beachten Sie bitte, dass Sie die neue Mobil-Nummer dann erneut durch das Eingeben eines SMS-Codes bestätigen müssen.

Überprüfen Sie zunächst, ob Sie die richtige Mobil-Nummer angegeben haben. Wenn ja, können Sie den Versand der SMS erneut anfordern.

Sollte die SMS trotzdem nicht ankommen, wenden Sie sich bitte an den Support.

Falls Sie sich in einer Notsituation befinden, rufen Sie bitte, wenn möglich, die Notruf-Nummer 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst) an, um schnell Hilfe zu bekommen.

Wenn Sie Nutzer der TESS Relay-Dienste sind, nutzen Sie diese für Ihren Notruf.

Funktionsumfang

Genau wie die Notruf-Nummern 110 und 112 stellt die Notruf-App einen direkten Kontakt zu den Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst her.

Sie können sie also zum Beispiel immer dann nutzen, wenn

  • Sie oder andere schnell medizinische Hilfe brauchen,
  • Sie oder andere sich in einer Gefahrensituation befinden, in der Sie polizeiliche Unterstützung benötigen (Einbruch, Überfall, Gewalttaten, Schusswaffengebrauch, andere Notlagen),
  • ein (Verkehrs-)Unfall passiert ist,
  • ein Feuer ausgebrochen ist,
  • ein Unwetter eine Gefahrensituation ausgelöst hat (Überschwemmungen, umgestürzte Bäume oder ähnliches),
  • es einen Blitzeinschlag, einen Stromunfall oder eine Explosion gegeben hat,
  • Sie einen Gas-Notfall vermuten oder
  • Sie Personen in Not beobachten.

Aktuell gibt es die App auf Deutsch und auf Englisch.

Alle Texte sind möglichst kurz gehalten und so formuliert, dass sie einfach und schnell zu verstehen sind. Außerdem erleichtern Piktogramme das Verständnis.

Im Chat kommunizieren Sie direkt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der deutschen Einsatzleitstellen. Hier sollten Sie nach Möglichkeit auf Deutsch schreiben, da wir sonst nicht garantieren können, dass Ihre Nachricht verstanden wird.

Im Registrierungsprozess hinterlegen Sie Ihren Namen und Ihre Mobil-Nummer.

Im Menüpunkt “Persönliche Angaben” (erreichbar über das Menü (☰) auf der App-Startseite) können Sie freiwillig außerdem Ihr Geburtsdatum, Ihr Geschlecht sowie Informationen zu Vorerkrankungen oder Behinderungen hinterlegen. Da es sich hierbei zum Teil um sensible Gesundheitsdaten handelt, fragen wir Sie an dieser Stelle jedes Mal explizit nach Ihrem Einverständnis, die Daten zu speichern, zu verarbeiten und im Rahmen eines Notrufs an Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei weiterzugeben.   

Unter “Sonstige Angaben” können Sie außerdem eintragen,

  • ob es einen Notfall-Schlüssel gibt (zum Beispiel bei den Nachbarn oder bei Familienangehörigen) und/oder
  • ob Sie einen Hund haben und/oder
  • ob Sie sich in Quarantäne befinden oder eine chronische Infektionskrankheit haben. 

Diese ebenfalls freiwilligen Informationen können für die Einsatzkräfte vor Ort hilfreich sein.

Im Notruf selbst können Sie den Notfall-Ort angeben (sofern er nicht mit dem über Ihr Mobil-Gerät ermittelten Standort übereinstimmt) und außerdem Angaben zur Art des Notfalls machen.

Alle in der App hinterlegten Informationen können Sie vor dem Absenden eines Notrufs noch einmal ändern.

An die Einsatzleitstellen übertragen werden nur die Informationen, die für den jeweiligen Notruf wichtig sind.

Über die Chat-Funktion, die sich nach dem Absetzen des Notrufs öffnet, können Sie der Einsatzleitstelle darüber hinaus weitere individuelle Informationen mitteilen.

Android-Smartphones ab Android 5.0 haben ebenso wie iOS-Geräte eine integrierte SOS-Funktion. Je nach Gerät und nach iOS-Version funktioniert diese ein wenig anders.

SOS-Funktionen bauen eine Telefonverbindung auf. Das Absetzen von Notrufen an die Einsatzleitstelle ohne telefonischen Kontakt ist über die SOS-Funktion Ihres Mobil-Geräts nicht möglich.

Mit der Notruf-App können Sie über Ihr Mobil-Gerät selbstständig Notrufe absetzen, und direkt die zuständige Einsatzleitstelle erreichen, ohne am Telefon sprechen zu müssen.

Nein. In iOS-Geräten ab iPhone 7 können Sie über die Geräteeinstellungen Notfallkontakte hinterlegen und diese beim Nutzen der systemeigenen SOS-Funktion automatisch benachrichtigen lassen.

Die Notruf-App nora greift nicht auf diese über die Geräteeinstellungen hinterlegten Informationen zu.

Nein. Für das Absetzen von Notrufen stehen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit des Notrufs im Vordergrund. Das Versenden größerer Datenmengen während eines Notrufs kann die Kommunikation behindern, vor allem dann, wenn keine stabile Internetverbindung vorhanden ist. Darüber hinaus werfen Fotos von Gefahrensituationen oder Notfallopfern zahlreiche ethische und rechtliche Fragen auf.

Das Notruf-App-System wird in Zukunft über die bestehende Lösung hinaus weiterentwickelt und ausgebaut. Es ist denkbar, dass das Übertragen von Fotos und/oder Videos an die Einsatzleitstellen in einer zukünftigen Version möglich sein wird.

Die Notruf-App stellt einen Demo-Modus zur Verfügung, über den Sie den Ablauf eines App-Notrufs einmal von Anfang bis Ende ausprobieren können. Nach Installation und Registrierung finden Sie den Demo-Modus über das Menü (☰) auf der App-Startseite.

Im Demo-Modus funktioniert alles genau wie in einem echten Notruf, nur mit dem Unterschied, dass beim Absenden des Notrufs keine Einsatzleitstelle alarmiert wird.

Dass Sie sich im Demo-Modus befinden, erkennen Sie an einem roten Banner am unteren Bildschirmrand.

Bitte nutzen Sie den App-Notruf außerhalb dieses Demo-Modus ausschließlich in tatsächlichen Notfällen.

Bedienung der App

Nach abgeschlossener Registrierung finden Sie auf der Startseite der App oben links ein Menü-Icon (☰), über das Sie ergänzende Menüpunkte öffnen können. In diesen Menüpunkten finden Sie die Option “Notruf-Demo”. Wählen Sie diese Option, um den Demo-Modus der App zu starten.

Fast. Der Demo-Modus sendet keine Notrufe an die Leitstellen und ist nur zum Ausprobieren gedacht. Beim Durchführen eines Demo-Notrufs können zwei Unterschiede zum “echten” Notruf auftauchen.

1. Standort-Ermittlung

Wenn Sie nora in Ihren Geräte-Einstellungen die Standort-Ermittlung noch nicht erlaubt haben, springt der Demo-Modus direkt zur manuellen Eingabe der Adresse, ohne vorher den ermittelten Standort anzuzeigen. Um dies zu verhindern, können Sie nora direkt nach erfolgreicher Registrierung die Standort-Ermittlung erlauben. 

nora erfasst den Standort auch mit dieser Erlaubnis immer nur dann, wenn Sie die App öffnen.

2. Chat-Nachrichten

Ebenfalls unterschiedlich (und unabhängig von Ihren individuellen Geräteeinstellungen) ist im Demo-Modus die Anzeige des Nachrichten-Status im Chat mit der Leitstelle.

Auch nach dem Absenden eines Demo-Notrufs können Sie Chat-Nachrichten schreiben und absenden. Da im Demo-Modus der Notruf nur simuliert wird, wird aber kein Kontakt zu einer echten Leitstelle aufgebaut. Ihre Nachrichten werden im Demo-Modus deshalb nicht gelesen und Sie erhalten auch keine Antworten. Also bleibt es immer nur bei einem Häkchen („✓ Wurde gesendet.“) hinter jeder gesendeten Chat-Nachricht.

In einem echten Notruf zeigen die folgenden Symbole und Texte an Ihrer Nachricht den Status der Nachricht an:

◌ Wird gesendet.
Die Nachricht wird gerade gesendet.

✓ Wurde gesendet.
Die Nachricht wurde von Ihrem Gerät versendet.

✓✓ Wurde empfangen. 
Die Nachricht wurde in der Leitstelle empfangen.

✓✓✓ Wurde gelesen.
Die Nachricht wurde in der Leitstelle gelesen.

Die App nutzt die Standort-Funktion Ihres Mobil-Geräts, um den Geräte-Standort zu ermitteln. Falls dieser Standort nicht stimmt, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Sie verschieben den blauen Pfeil (Pin) auf der Karte. Drücken Sie dazu einfach mit dem Finger auf den tatsächlich richtigen Standort. Der Pin erscheint dann am geänderten Standort und Sie können den Notfall-Ort über den Button “Ja, das ist der Notfall-Ort” bestätigen.
  • Sie geben manuell eine Notfall-Adresse ein. Wählen Sie dazu die Option “Notfall-Adresse eingeben” und geben Sie auf der folgenden Seite Straße, Hausnummer und Ort oder Postleitzahl an. Wir ermitteln dann passende Adressen in der Adress-Datenbank und zeigen Ihnen diese in einem Auswahl-Feld an. Tippen Sie auf den passenden Adress-Eintrag, um ihn zu bestätigen.

Wenn die Karte mit Ihrem Standort nicht angezeigt wird, können Sie die Adresse des Notfall-Orts auch manuell eingeben.

Wählen Sie dazu die Option “Notfall-Adresse eingeben” unterhalb der Karte und geben Sie auf der folgenden Seite Straße, Hausnummer und Ort oder Postleitzahl an. Wir ermitteln dann passende Adressen in der Adress-Datenbank und zeigen Ihnen diese in einem Auswahl-Feld an. Tippen Sie auf den passenden Adress-Eintrag, um ihn zu bestätigen.

Die manuelle Adress-Eingabe können Sie auch nutzen, wenn der über Ihr Mobil-Gerät ermittelte Standort nicht der richtige sein sollte.

Wählen Sie zunächst die Adresse, die dem tatsächlichen Notfall-Ort am nächsten kommt (bspw. angrenzende Hausnummer). Nach dem Absenden des Notrufs öffnet sich ein Chat. Informieren Sie darin direkt als erstes die Einsatzleitstelle über die richtige Adresse des Notfall-Orts.

Grundsätzlich sind Notrufe über die nora Notruf-App Tag und Nacht in ganz Deutschland möglich. Es kann aber passieren, dass einzelne Gebiete zeitweise nicht abgedeckt sind. 

Sobald nora Ihren Standort kennt, ermittelt das Notruf-App-System die örtlich zuständige(n) Leitstelle(n) und deren Verfügbarkeit.

Falls die für Ihren Notfall zuständige Leitstelle aus technischen Gründen ausfällt oder nicht erreichbar ist, erhalten Sie die Meldung, dass ein Notruf über die App derzeit nicht möglich ist.

Nutzen Sie in solchen Fällen bitte die Notrufnummern 110 (für die Polizei) oder 112 (für Feuerwehr oder Rettungsdienst). Wenn Sie Nutzer der TESS Relay-Dienste sind, verwenden Sie diese.

Der Stille Notruf ist für Situationen gedacht, in denen Sie Hilfe holen möchten, ohne auf sich aufmerksam zu machen. Zum Beispiel, wenn Sie eine Gewalttat, einen Überfall oder eine andere gefährliche Situation beobachten. Oder wenn Sie sich selbst bedroht fühlen und polizeiliche Unterstützung benötigen.

Wir bieten Ihnen die Option des Stillen Notrufs deshalb auch nur dann an, wenn sich aus Ihren Angaben zum Notfall ergibt, dass eine solche Gefahrensituation vorliegen könnte.

Wenn Sie angeben, dass Ihr Notruf als Stiller Notruf behandelt werden soll, verändert das vor allem Folgendes:

  • Die Einsatzleitstelle kommuniziert mit Ihnen ausschließlich lautlos über den Chat. Auch wenn Sie grundsätzlich am Telefon sprechen könnten, verzichtet die Leitstelle bei einem Stillen Notruf auf eventuelle Rückrufe.
  • Die App sendet dann keine weiteren Benachrichtigungen zum Notruf an Ihr Mobil-Gerät, die akustische Signale oder Vibrationen zur Folge haben könnten.

Um sicherzugehen, dass Ihr Mobil-Gerät keine akustischen Signale von sich gibt (etwa durch andere Apps), kann es sich in einer solchen Situation trotzdem anbieten, es vollständig auf “lautlos” zu stellen.

Nein. Zunächst einmal können während eines Notrufs jederzeit auch akustische Benachrichtigungen anderer Apps eingehen.

Die Notruf-Funktion verzichtet im Falle eines Stillen Notrufs auf sämtliche Benachrichtigungen. Es ist aber theoretisch möglich (wenn auch eher unwahrscheinlich), dass Funktionen der App, die nicht mit dem Notruf selbst zu tun haben, auch während eines Stillen Notrufs Benachrichtigungen senden. Je nachdem, wie Sie Ihr Mobil-Gerät eingestellt haben, können diese dann auch akustische Signale zur Folge haben.

Wenn Sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchten, empfehlen wir Ihnen, Ihr Mobil-Gerät lautlos zu stellen, damit Sie keine unerwünschten akustischen Benachrichtigungen erhalten. Das verhindert dann auch akustische Benachrichtigungen anderer Apps. 

Ja. Nach dem Absetzen eines Notrufs öffnet die App einen Chat, in dem Sie direkt mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Einsatzleitstelle schreiben können.

Wenn Sie möchten, können Sie die Einsatzleitstelle über den Chat auch darum bitten, Sie für Rückfragen auf der angegebenen Mobil-Nummer anzurufen.

Im Chat mit der Leitstelle zeigen Ihnen Symbole und erläuternde Texte an Ihrer Nachricht den Status der Nachricht an:

◌ Wird gesendet.       
Die Nachricht wird gerade gesendet.

✓ Wurde gesendet.    
Die Nachricht wurde von Ihrem Gerät versendet.

✓✓ Wurde empfangen.    
Die Nachricht wurde in der Leitstelle empfangen.

✓✓✓ Wurde gelesen.    
Die Nachricht wurde in der Leitstelle gelesen.

Ja. Der übliche Kommunikationsweg bei einem App-Notruf ist der textbasierte Chat, der sich nach dem Absenden des Notrufs öffnet. Wenn der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in der Leitstelle allerdings den Eindruck hat, dass ein persönliches Gespräch hilfreich wäre - zum Beispiel, um kompliziertere Fragen im Gespräch zu klären -, kann es sein, dass er oder sie über die angegebene Mobil-Nummer anruft.

Falls Sie beim Registrieren Ihrer Mobil-Nummer (oder später in den Persönlichen Einstellungen) angegeben haben, dass Sie am Telefon nicht sprechen können, ruft die Einsatzleitstelle Sie selbstverständlich nicht an, sondern klärt alle Fragen über den Chat.

Während eines Stillen Notrufs verzichten die Einsatzleitstellen ebenfalls auf einen Rückruf.

Ja. Solange der Notruf noch läuft, gelangen Sie nach dem erneuten Öffnen automatisch wieder in den Chat mit der Einsatzleitstelle.

Wir empfehlen Ihnen allerdings dringend, die App bis zum Abschluss des Notrufs geöffnet zu halten. So stellen Sie sicher, dass Sie alle Nachrichten der Einsatzleitstelle zeitnah sehen und eventuelle Rückfragen beantworten können.

Ja. In der Chat-Ansicht können Sie über den “Home”-Button (das Haus-Symbol oben links) den Startbildschirm der App aufrufen und dort einen neuen Notruf beginnen.

Bitte setzen Sie nur dann einen neuen Notruf ab, wenn es sich um einen anderen Notfall handelt.

Eine Liste aller aktiven und bereits abgeschlossenen Notrufe finden Sie über den Eintrag “Alle Notrufe” im Menü (☰) auf der App-Startseite.

Ja. Wenn Sie einen Notfall oder eine Gefahrensituation beobachten oder von einem anderen Menschen um Hilfe gebeten werden, können Sie über Ihre App auch Hilfe für diese andere Person rufen.

Bitte beachten Sie dabei, dass Sie möglicherweise den Notfall-Ort ändern müssen, wenn die Person sich an einem anderen Ort befindet. 

Technik

Die Notruf-App kann auf Smartphones mit folgenden Betriebssystemen genutzt werden:

  • Android 5.0 oder neuer,
  • iOS 12 (mindestens iPhone 5S /SE) oder neuer.

Ja. Eine zentrale Funktion der Notruf-App ist die Ermittlung des Geräte-Standorts über Ihr Mobil-Gerät. So wird sichergestellt, dass die Einsatzkräfte schnell bei Ihnen sind. Deshalb muss die Standort-Funktion vor dem Absetzen eines Notrufs aktiviert werden. 

In manchen Fällen verbessert sich die Genauigkeit der Standort-Ermittlung nach kurzer Zeit. Deshalb fragen wir direkt beim Öffnen der App nach der Freigabe der Standort-Funktion, um möglichst viel Zeit zum Ermitteln des richtigen Notfall-Orts zu haben.

Falls Sie die App nicht in einer Notfall-Situation öffnen, sondern zum Beispiel nur, um persönliche Angaben zu hinterlegen oder auf frühere Notrufe zuzugreifen, können Sie die Standort-Freigabe auch vorerst ablehnen. Wir fragen dann beim Starten eines Notrufs erneut danach.

Sollte die Standort-Ermittlung aus technischen Gründen nicht funktionieren, können Sie den Notfall-Ort auch manuell angeben.

Ja. Es gibt keine separate Tablet-Version der App. Die Smartphone-Apps können aber auch auf Android-Tablets bzw. iPads verwendet werden.

Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen und Sperrung

Eine solche Warnung erhalten Sie, wenn von Ihrem Mobil-Gerät aus mehrfach Notrufe abgesetzt wurden, obwohl keine Notsituation bestand.

Wenn Sie der Meinung sind, dass diese Warnung ungerechtfertigt ist, wenden Sie sich bitte an den Support.

Falls Sie die App bewusst ohne Vorliegen eines Notfalls verwendet haben: Unterlassen Sie dies in der Zukunft. Nur dann können Sie sicher sein, dass Sie die App im Notfall auch noch verwenden und rechtzeitig Hilfe bekommen können.

Ihre App wird gesperrt, wenn von Ihrem Mobil-Gerät aus mehrfach Notrufe abgesetzt wurden, obwohl keine Notsituation bestand. Sie haben in diesem Fall vor der Sperrung bereits Warnungen erhalten.

Wenn Sie der Meinung sind, dass die Sperrung ungerechtfertigt ist, wenden Sie sich bitte an den Support.

Wenn der Notruf noch aktiv ist, teilen Sie dem Mitarbeiter bzw. der Mitarbeiterin in der Einsatzleitstelle über die Chat-Funktion mit, dass der Notruf versehentlich abgesetzt wurde und keine Notsituation besteht.

Wenn der Notruf nicht mehr aktiv ist, brauchen Sie zunächst nichts zu tun. Treffen Sie Vorsorge, dass in Zukunft keine versehentlichen Notrufe mehr abgesetzt werden (etwa weil Sie das Smartphone ohne Aufsicht kleinen Kindern überlassen).

Solange sich solche Vorfälle nicht wiederholen, geschieht vorerst nichts und Sie können die App weiter zum Absetzen echter Notrufe verwenden.

Falls wir wiederholte Notrufe feststellen, die gegen die Nutzungsbedingungen der Notruf-App verstoßen, senden wir Ihnen eine Warnung, bevor wir die App tatsächlich für den Notruf sperren.

Wenn Sie befürchten, dass bereits häufiger versehentliche Notrufe abgesetzt wurden, wenden Sie sich an den Support.

Es empfiehlt sich immer, an seinem Handy eine Sperre gegen unbefugte Benutzung einzurichten (PIN, Passwort, Fingerabdruck oder ähnliches). Wenn Ihr Handy entsprechend vor unbefugter Verwendung durch Dritte geschützt ist, müssen Sie im Falle eines Diebstahls hinsichtlich der Notruf-App nichts weiter unternehmen. Falls Sie Sorge haben, dass Ihr Gerät unbefugt für Notrufe verwendet wird, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, wenden Sie sich bitte unter Angabe der in der Notruf-App verwendeten Mobil-Nummer an den Support.

Daten und Datenschutz

Die während eines Notrufs eingegebenen Informationen zur Art des Notfalls, Nachrichten aus dem Chat mit der Einsatzleitstelle sowie weitere im Rahmen des Notrufs entstehende Daten (Standort-Informationen, Meta-Daten wie Datum und Uhrzeit) werden für wenige Tage auf den hierfür betriebenen Notruf-Servern gespeichert. Diese stehen in Rechenzentren mit hohen Sicherheitsanforderungen. Alle Daten werden sowohl beim Transport als auch beim Speichern verschlüsselt.

Alle optionalen persönlichen Angaben, die Sie in der App machen (Geburtsdatum , Geschlecht, Vorerkrankungen, Behinderungen, Sonstige Angaben), werden zunächst ausschließlich lokal auf Ihrem Mobil-Gerät gespeichert. Wenn Sie einen Notruf absetzen, geben wir nur die Informationen an die bearbeitende(n) Einsatzleitstelle(n) weiter, die für den jeweiligen Fall gebraucht werden.

Medizinische Daten über Vorerkrankungen werden also nur bei medizinischen Notfällen, von denen Sie selbst betroffen sind, an die Rettungsdienste weitergegeben - nicht, wenn Sie einen Brand melden oder Polizei-Unterstützung anfragen.

Sämtliche Notruf-Daten werden nach Ende des Notrufs von den Einsatzleitstellen archiviert. Die Archivierung richtet sich nach den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes.

Ihre Notruf-Daten werden nur den jeweils bearbeitenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Einsatzleitstellen angezeigt. Diese übertragen die Daten gegebenenfalls in die Einsatzleitsysteme von Polizei, Feuerwehr und/oder Rettungsdienst.

Wenige Tage nach dem Notruf werden alle personenbezogenen Notfall-Daten automatisiert von den Servern gelöscht. Diese Zeit wird benötigt, damit die Einsatzleitstellen ihrer Dokumentations- und Archivierungspflicht nachkommen können. Es verbleiben danach nur pseudonymisierte Meta-Daten, die nach 10 Jahren automatisiert gelöscht werden.

Die Löschung der von den Einsatzleitstellen archivierten Daten richtet sich nach den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes.

Die während der Registrierung erfassten Daten (Name und Mobil-Nummer) werden nur gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zu den Nutzungs-Bedingungen widerrufen und sich von der Notruf-App abmelden.

Alle optionalen persönlichen Angaben, die Sie in der App machen (Geburtsdatum , Geschlecht, Vorerkrankungen, Behinderungen, Sonstige Angaben), werden zunächst ausschließlich lokal auf Ihrem Mobil-Gerät gespeichert.

Wenn Sie einen Notruf absetzen, geben wir nur die Informationen weiter, die für den jeweiligen Fall gebraucht werden. 

Medizinische Daten über Vorerkrankungen werden also nur bei medizinischen Notfällen, von denen Sie selbst betroffen sind, an die Rettungsdienste weitergegeben.

Persönliche Angaben

Bei der Registrierung müssen Sie Ihren Namen angeben, damit Ihre App-Installation mit Ihrem Namen verknüpft werden kann. Das dient zum Beispiel der Verhinderung bzw. Nachverfolgung von Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen.

Beim Absetzen eines Notrufs können Sie je nach Situation entscheiden, ob Ihr Name an die Einsatzleitstellen und Einsatzkräfte übermittelt werden soll. So können Sie beispielsweise eine beobachtete Gewalttat melden, ohne dass Ihr Name mitgeteilt wird.

Unter der Anzeige Ihres Namens finden Sie in der Zusammenfassung Ihres Notrufs die Option “Name anzeigen”. Wenn Sie Ihren Namen nicht mitsenden möchten, öffnen Sie diese Änderungs-Option und wählen Sie “nein”, damit Ihr Name den Leitstellen nicht angezeigt wird.

Beachten Sie bitte, dass es in vielen Fällen für Einsatzleitstelle und Einsatzkräfte sehr wichtig ist, Ihren Namen zu kennen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, in einem Mehrfamilienhaus die richtige Wohnung zu finden.

Die Angabe Ihres Alters kann den Einsatzkräften helfen, sich besser auf Ihre individuelle Situation einzustellen.

Wie alle persönlichen und medizinischen Angaben in der App sind diese Informationen freiwillig. Wenn Sie keine Angaben machen möchten, wählen Sie einfach die Option “keine Angabe”.

Bei medizinischen Notfällen kann die Information über das Geschlecht der Betroffenen für die Rettungskräfte hilfreich sein.

Menschen, die sich nicht in die binäre Klassifizierung männlich/weiblich einordnen möchten, können an dieser Stelle den Eintrag “divers” wählen.

Wie alle persönlichen und medizinischen Angaben in der App sind diese Informationen freiwillig. Wenn Sie keine Angaben machen möchten, wählen Sie einfach die Option “keine Angabe”.

Informationen zu Behinderungen können den Einsatzkräften helfen, sich besser auf Ihre individuelle Situation einzustellen.

Wie alle persönlichen und medizinischen Angaben in der App sind diese Informationen freiwillig. Wenn Sie keine Angaben machen möchten, wählen Sie einfach die Option “keine Angabe”.

Informationen zu Vorerkrankungen können den Einsatzkräften helfen, sich besser auf Ihre individuelle Situation einzustellen.

Wie alle persönlichen und medizinischen Angaben in der App sind diese Informationen freiwillig. Wenn Sie keine Angaben machen möchten, wählen Sie einfach die Option “keine Angabe”.

Das Hauptziel der nora Notruf-App ist es, Ihnen möglichst schnell die richtige Hilfe von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst zu senden. 

Dafür ist es entscheidend, dass nur so viele Informationen wie nötig abgefragt und mit dem Notruf mitgesendet werden.

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Vorerkrankungen, und nicht alle sind für das Aussenden der richtigen Hilfe durch die Leitstellen entscheidend. 

Die Abfrage in den Persönlichen Angaben beschränkt sich deshalb auf solche Vorerkrankungen, die sich in der Erfahrung der Leitstellen als besonders wichtig bei der Bewertung eines Notfalls herausgestellt haben.

Wenn Sie den Leitstellen darüber hinaus weitere Vorerkrankungen von sich aus mitteilen möchten, können Sie hierfür nach dem Absenden des Notrufs die Chat-Funktion nutzen. 

Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin der Leitstelle wird Sie außerdem im Chat fragen, wenn er oder sie genauere Informationen zu Ihren Vorerkrankungen benötigt oder andere Fragen hat.

Das Hauptziel der nora Notruf-App ist es, Ihnen möglichst schnell die richtige Hilfe von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst zu senden. 

Dafür ist es entscheidend, dass nur so viele Informationen wie nötig abgefragt und mit dem Notruf mitgesendet werden. Die Abfrage in den Persönlichen Angaben beschränkt sich deshalb auf solche Daten, die sich in der Erfahrung der Leitstellen als besonders wichtig bei der Bewertung eines Notfalls herausgestellt haben. 

In der Regel sind Informationen über Medikamente, die Sie einnehmen, für das Aussenden der richtigen Hilfe durch die Leitstellen nicht entscheidend.

Wenn Sie den Leitstellen zusätzliche Informationen über aktuell oder regelmäßig eingenommene Medikamente von sich aus mitteilen möchten, können Sie hierfür nach dem Absenden des Notrufs die Chat-Funktion nutzen. 

Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin der Leitstelle wird Sie außerdem im Chat fragen, wenn er oder sie genauere Informationen zu Medikamenten benötigt oder andere Fragen hat.

Weitere Fragen

Die direkte Anbindung an die Einsatzleitstellen und die Verhinderung von Notrufen ohne Vorliegen eines Notfalls stellen sehr spezifische Anforderungen an die technische und organisatorische Infrastruktur eines Notruf-App-Systems. Darüber hinaus sind aufgrund der kritischen Daten hohe Datenschutzanforderungen zu erfüllen.

Für die Zukunft ist ein weiterer Ausbau der Notruf-App und auch eine Öffnung des Systems für Drittanbieter geplant. Dann kann es möglich sein, andere, themenverwandte Dienste anzubinden, die zum Beispiel Verknüpfungen zu anderen Apps herstellen.

Da für das Notruf-App-System sehr spezifische Anforderungen an die technische und organisatorische Infrastruktur sowie an Datenschutz und Datensicherheit gelten, müssen für anzubindende Dienste vorab alle damit zusammenhängenden Fragen geklärt werden. Ein genaues Zeitfenster, wann das System Drittanbieter mit integriert, ist derzeit noch nicht absehbar.

Der Hauptzweck von Warn-Apps wie NINA und KatWarn ist die Information der Bevölkerung. Ergänzend zu Sirenen und Radio-Meldungen warnen sie vor großflächigen Gefahrensituationen (etwa Unwetter oder große Brände).

Die Notruf-App schafft einen neuen Kommunikationskanal, über den im Gefahrenfall Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erreicht werden können. Sie ist damit eine gleichwertige Alternative zu den Notrufnummern 110 und 112.

Im Notfall soll es schnell gehen. Dann ist es wichtig, dass die Funktion zum Absetzen eines Notrufs möglichst einfach erreichbar ist und nicht erst unter den vielen anderen Funktionen einer umfangreichen Universal-App gesucht werden muss.

Darüber hinaus erleichtert eine klare Trennung sowohl die technische Entwicklung als auch die fachliche Organisation des Notruf-App-Systems.

Zu guter Letzt können sich Nutzer und Nutzerinnen so entscheiden, welche Funktionalität sie haben möchten - und welche nicht.